Freitag, 5. September 2014

Clubmeisterschaften 2014

Irgendwie merk ich, dass sich dieser Blog immer mehr zu einem Golfblog herauskristallisiert aber als doch etwas fanatische Golferin muss das einfach sein.

Clubmeisterschaften, das ist immer das Turnier, indem sich die Hobbygolfprofis profilieren bzw. beweisen möchten. Wochenlang wird trainiert, gechippet, geputtet und am Schwung gefeilt.
Ich hab mich ehrlich gesagt eher zwangsweise angemeldet da mein Handicap nicht zu meinem wirklichem Spiel passt und ich mich jedesmal etwas von der Seite anreden darf bzw. Schläge verschenken muss und trainieren tu ich prinzipiell nicht.

Nun hab ich mich letzten Woche diesem Golfmarathon gestellt. Normalerweise fährt man locker und entspannt mindestens 1,5 Stunden vor Start und stellt sich mental auf dieses wichtige Turnier ein. Natürlich war das bei mir nicht der Fall, denn Freitags überhaupt für Golf frei zu machen ist schon ein etwas schwieriges Thema somit wurde noch brav gearbeitet, schnell eingeschlagen drei Putts und los ging´s. Ich hatte das Vergnügen mit einer gleichgesinnten (auch aus dem Tourismus) und einem netten älteren Herren die 1. Runde zu bezwingen. Da mein letztes vorgabewirksames Turnier doch schon ca. 8 Jahre her war muss ich gestehen, ich war nervös. Somit war ich die ersten 4 Löcher ganz schön angespannt und das wirkte sich auf mein Score aus. 7,6,6,5 also sehr bescheiden.

Bei meinem Golfspiel ist das größte Manko mein Putten, dass ist da wo man am Grün steht (dieser grüne Fleck von all dem anderem grün und wo die Fahne steckt). Das ist auch so ein Punkt bei diesem Gspü. Wie kann es sein, dass ein 200m drive gleich viel gilt wie ein 30 Zentimeter Put? Was sich die Briten da überlegt haben, ich versteh es nicht. Somit lass ich alles rund um diesem grünen Fleck mit der Fahne liegen. 3 Putts sind fast schon Standart und jeder Golfer fühlt mir jetzt bitte etwas nach, es ist echt nicht fair. Da liegt man mit 3 am Grün und geht mit einer 6 runter zum verrückt werden.

So puttete ich wie eine Weltmeisterin und hab bei 5 Löcher den Ball nur noch ins Loch pusten können, denn Sie waren immer zu kurz.
Higlight war auf Loch 12. Gerades Par 4, links vorm Grün ein netter Teich den ich normalerweise nicht mal wahrnehme. Wieder so ein komisches Phänomen. Bei einem Golfturnier spielt man den Platz, den man ja meistens gut kennt so was von bescheuert, man liegt an Orten, die man nicht kennt und läuft kreuz und quer wie der größte Depp.
Also Löch 12 cooler Drive, noch coolerer 2 Schlag ca. 80 Meter vorm Grün. Ich denk mir ok reiß di zom chip und put und mal ein Par. Tja seit ich dieses 24 Stunden Turnier absolviert habe läuft das mit dem chippen garnicht mehr und ich hab nur noch Sockets. Wenn du als Golfer einmal ein Socket geschlagen hast brennt sich das in all deine Golf- Zellen ein und da bleibt es und so war es. Socket in den Teich!
Summa Summarum ich hab bescheiden gespielt, zu viele Doppelbogey, Bogys und keine Birdies.

Nun kommt das genialste an diesem Sport und das ist warum ich Ihn so liebe. Ich spiel bescheiden aber wie spielen die anderen? Noch bescheidener oder genial?
Trotz meiner miserablen Performance 2 Löcher gestrichen und 3x den Drive so in die Pampa manövriert hab ich immer noch 43 Nettopunkte gespielt und gewonnen.

Nun kann ich mich mit meinem neuen Handicap endlich nicht mehr blöd anreden lassen, werde sicher KEINE Schläge mehr herschenken (jetzt wird wieder strickt nach Vorgabe gerechnet) und darf mich über meinen ersten Sieg in meiner Golfkarriere freuen.

An alle Nichtgolfer, bitte probiert es einmal aus. Einmal auf die Range, ein 7-er Eisen und ein paar Bälle ihr werdet euch wundern wie einfach Golf doch ist ;-).....


 

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