Donnerstag, 24. April 2014

Tiroler Dörfer & saisonelle Schwankungen

All jene die in diesen kleinen netten touristischen Dörfchen wie Going, Ellmau oder Walchsee usw. aufgewachsen und leben kennen das alljährliche Spielchen im Frühling und im Herbst.

Es ist Ende März oder Ende Oktober und von einem Tag auf den anderen sind plötzlich die ewig langen Schlagen beim M-Preis oder Gründler oder beim Bäcker nicht mehr da. Parkplätze wo hin das Auge reicht und keine netten deutschen Kommentare um halb sieben in der Früh. Das an sich hat ja doch einige Vorteile und die Einwohner können sich wieder auf das Wesentliche konzentrieren siehe diesen Blogeintrag ....

Alle Gasthäuser und Restaurants haben plötzlich Betriebsurlaub und jedes Jahr auf´s neue stelle ich mir die Frage und als angehende Diplomierte Marketing & Kommunikation Managerin noch mehr....

Gäste und somit potenziellen Kunden sind mal für 6 Wochen ausgestorben. Was ist mit den Einwohnern des jeweiligen Dorfes, die sind keine Kunden?
Fallbeispiel Going. Es wohnen 1.900 Seelen in dieser Gemeinde, nehmen wir an 1/6 davon sind Zweitwohnsitzler, dass bedeutet es wären immer noch 1.584 willige Käufer.

Jetzt kann es bei meinem derzeitigem Lebensrythmus schon mal passieren das ich an einem Sonntag Abend vor einem leeren Kühlschrank stehe. Dann denkt Frau im gelobten Land Tirol und dann noch in Going, die Pizzeria hat sicher offen. Die Pizzeria in Going hat von 31.3. bis 5.5.2014 Betriebsurlaub. Ok Frau ist so flexible da ist ja noch Ellmau. Denkste, dass wäre doch auch zu einfach gewesen. Auch geschlossen vom 31.3. bis Anfang Mai (die konnten nichtmal ein Datum festlegen). Wir sind ja so unkompliziert, dann halt der Inder in Ellmau (übrigens absolut zu empfehlen) ihr könnt es euch denken das selbe in Grün.

Nun stellt sich mir die Frage: wollen die alle kein Geschäft mit den Einheimischen machen?
Ja mir ist klar jeder braucht mal Urlaub oder muss renovieren doch warum alle gemeinsam? Ich wette mit euch wenn der Pizzeria in Going jetzt offen hätte oder auch wenn es nur am Wochenende wäre da wäre was los und
das Wichtigste einer armen hungrigen Frau in Not zu helfen ist doch das Schönste ;-) .....


P.S.: Natürlich hätte es da noch den Maci in St. Johann gegeben aber der Weg war dann einfach zu weit und ich war so genervt das das Riesenloch in meinem Bauch als Protest mit ins Bett musste.
Ob es was bringt, ich stelle es in Frage aber beim nächsten Besuch in den jeweiligen Lokalitäten werd ich sicher meinen Geschäftsidee präsentieren ....


P.PS: die auf der schiachen Seiten vom Koasa haben es bereits gecheckt - beim Hasi in Kössen bekomm ich immer eine Pizza !!

Donnerstag, 17. April 2014

Etwas fürs Herz


Eine Begegnung bei einem Kaffee....

Vor einem Termin in Salzburg brauchte ich noch unbedingt einen schnellen Kaffee. Am Weg zum Haidenthaler überholte ich einen älteren Herrn, der am Stock lief.
Nun sitz ich bei einem leckeren Cappuccino und die Türe geht auf. Dieser ältere Herr, den ich zuvor überholt hatte,  kam herein und wurde so herzlichst begrüßt, dass ich jetzt noch eine Gänsehaut bekomme.
So schnell konnte ich gar nicht schauen und alle Mitarbeiter standen um den Herrn und begrüßen Ihn mit so viel Wärme. Es stellte sich heraus, dass er der älteste und treueste Stammgast vom Kaffee Haidenthaler ist. Nach all den lieben Worten kehrt wieder etwas Ruhe ein.
Die Chefin sieht mich an und sagt zum Herrn Raischer " ich glaub Ihr Stammplatz, der die letzten 2 Jahre auf Sie gewartet hat,  ist besetzt?" und lächelt mich dabei an.
Blitzgnaiserin die ich halt bin rutsch eins rüber und durfte somit ein großes Lächeln in Herrn Raischers Gesichts und dem der Chefin zaubern. Natürlich kamen wir gleich ins Gespräch. Eine schwere Krankheit hielt Ihn ab die letzten 2 Jahre in sein Stammkaffee zu kommen. Wo er tagtäglich immer um 13.30 Uhr auf einen Kaffee und eine Mehlspeis ging.
Nun hat er es wieder geschafft obwohl er nicht mehr daran glaubt doch noch einmal zu kommen.


Was mich am meistens bei dieser Geschichte berührte war das er fehlen würde. Die Herzlichkeit als dieser Mann durch die Tür kam und die Selbstverständlichkeit wie alle mit Ihm umgingen. Ein Geschenk dies mit zu erleben.

Sind es nicht diese Momente die das Leben lebenswert machen. Ist es nicht der Gedanke daran eine Spur im Leben eines anderen Menschen zu hinterlassen, die dem Leben Sinn geben. Einem anderen eine Freude zu bereiten und wenn es nur ein ganz bestimmter Platz in einem Kaffee ist.

Mit offenen Augen zu sehen. Mit offenem Herzen durchs Leben gehen und das bei den alltäglichsten Dingen wie bei einem Kaffee ....










Donnerstag, 10. April 2014

Mann - Frau und eine Driving Range

Für alle Nicht Golfer unter meinen Lesern hätte ich einen Geheimtipp, wenn Ihr mal was zum schmunzeln sucht.

Geht auf eine Driving Range und gönnt euch 30 Minuten,  da sind ja doch Einige rund um das Kaisergebirge.
Nun sind wir Golfer ja immer getrieben unser Handicap zu verbessern. Und da das leider nicht ohne üben einfach im Schlaf passiert, besuchen wir diese Driving Range so oft als möglich.
Die witzigsten Aufwärmübungen und Trainingsmethoden wurden sich angeeignet und müssen natürlich auch zur Schau gestellt werden und das passiert genau dort.

Männlein oder Weiblein steht in einer Reihe und schlägt ein Bällchen nach dem anderen auf die große Wiese mit den großen Schilder wo 50 Meter, 100 Meter, 150 Meter 180 Meter usw. drauf steht.
Wenn Frau einen Ball nach dem anderen immer schön gerade schlägt ohne dabei irgendwelche komischen Laute von sich zu geben, wird Mann daneben ab und an etwas nervös.

Jetzt behaupte ich von mir ich spiele schon ganz OK und meine Bälle fliegen auch ganz OK und es ist mir immer eine Freude die männliche Spezies "golferisch" etwas aus der Ruhe bringen zu dürfen. Das witzigste ist mir vor kurzer Zeit im GC Eichenheim passiert.
Ein sehr professionell gekleideter Herr mittleren Alters schlug bereits seine Bälle als ich dazukam. Er lies sich auf ein karges Hallo herab und betrachtete mich etwas von oben herab. Ich, wie ich halt bin ein nettes "Griasti" aber machte Ihn auch nicht viel lockerer.
Ich schlug gemütlich meine Bälle, einem nach dem anderen, kerzengerade 130 Meter und war zufrieden. Der nette Herr in der Box neben mir beobachtet mich immer mehr aus dem Augenwinkel und wurde immer verzweifelter. Bei Ihm wollte es einfach nicht so recht an diesem Tag.
Es ging so weit das er ein Socket (da geht der Ball flach nach Rechts weg mit der Flugbahn einer Banane) nach dem anderen schlug und nach ca. 15 Bällen gab er auf. Mit eingezogenem Kopf rauschte er ab und ich nur ein nettes "Pfiati" und ein kleiner Schmunzler.

Ich würde gerne verstehen warum die männlichen Golfer (nicht alle) aber doch viele immer so feinzelig reagieren wenn Frau gut spielt oder bzw.einfach besser ist.
Wir Frauen freuen uns doch auch wenn Ihr Männer mal ein oder zwei Dinge hin bekommt.

Also meine Herren steht zu euren Fehlschwüngen, Sockets, Hocks und was es sonst noch so gibt, dass macht euch nur liebenswerten ;-)....

und wie könnte es anders sein auch in Eichenheim seh ich den Koasa!  

Donnerstag, 3. April 2014

Klatsch & Tratsch rund um den Kaiser




Going ein kleines malerisches Dörfchen mit 1.900 Einwohner. Jeder kennt jeden, jeder hilft jedem. Nachbarn, Familie, Freunde alle helfen zusammen und jeder ist für den anderen da.
In so einer Idylle kennt man keinen Neid, keine Verurteilung, keine Gerede.

Hab ich es schon geschafft euch zum schmunzeln & Kopfschütteln zu bringen?

Denkste sag ich da nur. Jetzt hab ich den Vorteil, daas mich in diesem malerischem Dörfchen noch nicht so viel persönlich kennen. Vom vorbeilaufen oder vom schnellen weißen Flitzer vielleicht, der bei der 30-iger Zone eher 50 fährt aber mehr auch nicht.

Vor einiger Zeit ruft mich die Mama meines Patenkindes an. Eine Kössnerin wohlgemerkt und erzählt mir, dass Ihre Freundin aus Kufstein (40 km entfernt) von einer Freundin aus Söll (8 km. entfernt) gehört hat das da eine Neue in Going wohnt die ein Techtelmächtel mit einem der wichtigen ortsbekannten Männer aus Going hat. Nun fragst sich jeder im Ort wer ich wohl sei, was ich wohl mache und seit wann das schon läuft. Fragen über Fragen und so wichtige Fragen. 

Ich konnt nicht mehr vor lauter lachen. Ein Freund würde sagen "Ich hab mich fast bepinkelt vor lacheln" und genauso ging es mir auch. Nun bekomm ich wöchtenliche updates mit den neuesten Story´s und es wird immer unwirklicher.
Die draufgabe war dann letzten Montag, als mein weißer Flitzer seine neuen Schuhe bekame und ich beim Mechaniker in Going die Reifen tauschen lies. Da wurde ich gleich mit "A de neie vom Dok" begrüßt, wohlgemerkt ich kannte den netten Herrn nicht, jetzt schon ;-). 

Diese Tatsache hat es mit wiedermal bestätigt und auch die letzte Geschichte zeigen mit welchen unwichtigen Dingen sich manche unserer Mitmenschen beschäftigen. Traurig, dass die kostenbar Zeit die wir haben nicht sinnvoller genutzt wird. 
Ist es so wichtig was A tut, wäre es nicht viel wichtiger was ICH tue?  

Nun freue ich mich den Leuten ein wenig Gesprächsstoff zu liefern, ich selber hab was zu lachen und das hat doch aus was .....