Donnerstag, 27. März 2014

Geht´s mich was an?

Letze Woche am Weg zu einem netten Mädelsabend durfte ich meine Fahrt kurz unterbrecher. Ich sage jetzt bewusst durfte.

Eine ältere Frau hängt gebeugt über der Leitplanke, Auto steckt in der Leitplanke und niemand ist da. In 2 Sekunden entscheiden man bleib ich stehen oder fahre ich weiter. Ich hab mich für Ersteres entschieden. Gleich vorweg es ging Ihr den Umständen entsprechen gut, die Sonne hat Sie so geblendet und Sie fuhr gegen die Leitplanke.
Was mich jedoch an der ganzen Situation heute noch schockiert. Er war in St. Johann Knoten Kitzbühel um 17:30 Uhr, also Berufsverkehr.
Was denkt Ihr, wie viele blieben stehen? Bzw. ich hab Sie gefragt ob niemand vor mir Ihr geholfen hatte.
NIEMAND!

Diese Frau war ca. 75, etwas schwer zu Fuß. Stand vor Ihrem Auto und keiner wirklich keiner blieb stehen. Wie geht es, dass ich als Mensch wenn ich an diesem Szenario vorbei fahre nicht stehen bleiben. Ok jeder hat einen Stress, ein Termin jagt den nächsten aber sicher nicht alle gefühlte 100 Autos. Ich kam dann natürlich auch zu spät und trotzdem, ich für mich wusste, der Dame gehts gut niemandem ist etwas passiert. Allein für diese Gewissheit stehen zu bleiben und zu helfen ist es meiner Meinung nach alles Wert.
Das erste was mir immer kommt ist, wie froh wäre ich wenn mir etwas passieren würde und ich bekomme Hilfe.

Schade das wir Tiroler (ich sage jetzt auch bewusst Tiroler) doch nicht so weit sind als ich dachte und auf unsere Mitmenschen schauen.
Ich hoffe durch diese Geschichte einen kleinen Gedankenstupps verpassen zu können und das beim nächsten Mal Hilfe sehr wohl angeboten wird.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen